Ein Buch wie Bluesmusik, meint Anja Maier: Da geht es also um einen gemütlich in der Mitte seines Lebens hängenden Lehrer, der von seiner Freundin verlassen wird, deshalb einen Sommer zur freien Verfügung hat und sich nun mit Filzhut wie ein Tramp einfach auf Wanderschaft durch Deutschland macht, dabei auf wunderliche Leute trifft, mit denen er wunderliches - und, wie die Rezensentin anfügt, nicht immer ganz plausibles - erlebt. Diese Geschichte geschieht einfach so, was der Kritikerin allerdings ganz sehr recht ist, zumal hier immer noch "ausreichend Platz bleibt für Pathos und Witz und Absurdes". Dies verabreicht die Autorin in genau den richtigen Dosen - und selbst noch dann, wenn die Geschichte fast schon übertrieben wirkt, funktioniert sie immer noch. Was Maier schließlich auch zum Assoziieren bringt: Sie erinnert sich bei der Lektüre an die Freiheit der Jugend, denkt ans nicht erlebte Elternsein und daran, wie der Rausch lockt.