Zum Glück hat man sich bei der Frage, ob man dieses Werk neu übersetzen sollte, nicht auf die deutschen Kritiken berufen, die die Erstveröffentlichung flankierten, hält Rezensentin Irmela Hijiya-Kirschnereit fest. Als "schwach" beurteilte man das Werk damals - was für eine Fehleinschätzung das war macht die Kritikerin in der Folge deutlich: Im Gegenteil erweise sich Yukio Mishima als "versierter Erzähler" einer Story, die gegen Ende der Handlung zunehmend Thrillerqualitäten bekommt. Die Geschichte spielt in der Yamate-Gegend von Yokohama, so die Kritikerin, wo "die elegante Fusako" mit ihrem Sohn Noboru wohnt. Der ist Teil einer jugendlichen Gang, die ein archaisches Männlichkeitsbild hochhält und die Abhärtung ihrer Mitglieder in gewaltvollen Ritualen praktiziert. Als Mutter und Sohn den Seemann Ryuji kennenlernen, glaubt Noboru, endlich einen echten Mann und "richtigen Helden" gefunden zu haben, erzählt die Kritikerin. Die Handlung spitzt sich gegen Ende dramatisch zu, "fesselnd und kompakt" werden dabei für Mishima typische Elemente eingebaut wie Erotik und Tod, Liebe und Verrat eingebaut, bemerkt Hijiya-Kirschnereit, die auch die Figurenzeichnung lobt. Ursula Gräfes Übersetzung macht es außerdem möglich, den Autor im "coolen Erzählton" von Heute zu entdecken, schließt die Kritikerin.