Ein bisschen trauert Maike Albath noch um den Kommissar Wallander, der im neuen Kriminalroman Mankells durch den jungen Polizisten Stefan Lindman ersetzt wurde. Trotzdem hat dieses Buch alles, was einen guten Mankell ausmacht, schwärmt die Rezensentin, auch wenn sich der schwedische Autor eines "traditionellen Schemas" bediene. Der Autor fährt "alles auf", was es an "unbewältigter Vergangenheit" im 20. Jahrhundert gibt, meint die Rezensentin, die trotzdem befriedigt feststellt, dass der Krimi wegen seines "stimmigen" Aufbaus nicht "aus dem Ruder läuft". Albath hat sowohl bewährte Zutaten wie Perspektivwechsel und "Cliffhanger" gefunden, als auch das von ihr bei Mankell so geschätzte "hohe Niveau" der "Verbrechensästhetik", was bedeutet, dass der Zustand der Leiche in allen Einzelheiten ausgebreitet wird. Die Spannung wird auch für "gewitzte Krimileser" durch das Auftauchen eins zweiten Mörders und durch "falsche Fährten", die der Autor auslegt, bis zum Schluss aufrechterhalten, lobt die Rezensentin. Und wenn die neue Hauptfigur Mankells vielleicht auch noch nicht das "Format" seines Vorgängers Wallander hat, so stehen die Chancen gut, dass er sich dahin entwickelt, so die Rezensentin optimistisch.